Wissensbasis

  • KB036 Was muss bei der orangen Dimetix Reflexions-Zieltafel beachtet werden?

    Abhängig von der Beschaffenheit einer natürlichen Oberfläche nimmt das Reflexionsvermögen ab ca. 70 bis 100m Messdistanz so weit ab, dass eine zuverlässige Distanzmessung nicht mehr möglich ist.

    Wird jedoch eine abgeglichene, orange Dimetix Reflexions-Zieltafel verwendet, sind Messdistanzen von bis zu 500m möglich (abhängig vom Sensortyp). Zusätzlich bewirkt eine Reflexions-Zieltafel generell eine höhere Messgeschwindigkeit.

    Darüber hinaus ist folgendes zu beachten:

    • Auswahl eines D-Serie Sensortyps mit geeignetem Messbereich anhand der Zeile „Messbereich auf Reflexionsfolie“ der Spezifikationstabelle. Hierbei ist nicht nur die maximale sondern auch die minimale Messdistanz zu beachten
    • Beim Betrieb und bei der Wartung darf die Reflexions-Zieltafel nicht zerkratz werden
      Je nach Einsatzbedingung kann es nötig sein die Reflexions-Zieltafel in regelmässigen Abständen zu reinigen. Hierfür ist ein weiches, nicht kratzendes Reinigungstuch und Seifenwasser zu verwenden. Lösungsmittel darf auf keinen Fall verwendet werden
    • Der zulässige Anwendungstemperaturbereich beträgt -20….90°C
    • Für die Montage der Reflexions-Zieltafel siehe hier
    • Für das Bekleben einer grösseren Fläche mit der orangen Dimetix Refelxionsfolie siehe hier

    KB037 Wie wird die orange Reflexionsfolie aufgeklebt?

    Die Erfahrung zeigt, dass das Aufkleben der orangen Dimetix Reflexionsfolie für ungeübte Personen schwierig ist und das Resultat oft unbefriedigend bleibt. Wir empfehlen daher dringlichst, mit dieser Arbeit eine Fachperson zu beauftragen (z.B. einen Grafiker), die im Umgang mit selbstklebenden Folien geübt ist.

    Bitte beachten sie darüber hinaus folgende Hinweise:

    • Wir empfehlen die Folie auf eine Aluminiumplatte aufzukleben, da wir mit diesem Material gute Erfahrungen gemacht haben. Aber auch andere feste und glatte Oberflächen sind möglich.
    • Die Oberfläche, auf welche die Folie aufgeklebt werden soll, muss absolut staub- und fettfrei sein.
    • Wir empfehlen die Folie bei 20°C bis 30°C zu verarbeiten. Unter 10°C und über 40°C darf die Folie nicht verarbeitet werden.
    • Die Oberfläche kann vor dem Aufkleben mit etwas Seifenwasser benetzt werden (ca. 5-8 Tropfen Seife auf 500ml Wasser). Am besten wird hierfür eine Sprühflasche verwendet. So kann die Folie bei Bedarf auf der Oberfläche noch leicht verschoben werden.
    • Anschliessend mit einem weichen Kunststoffspachtel die Luftblasen von der Mitte zum Rand herausstreichen, hierbei wird auch das Seifenwasser zwischen Folie und Unterlage mit herausgestrichenen. Bei diesem Arbeitsschritt ist besonders darauf zu achten, dass die Folie nicht zerkratzt wird.
    • Ein bis zwei Tage trocknen lassen.Als einfache und zeitsparende Alternative kann in vielen Fällen auch die fertige Dimetix Reflexions-Zieltafel (Artikel Nr. 500113) verwendet werden.
  • KB026 Was sind Messcharakteristiken und welche Vorteile haben diese?

    KB026 Was sind Messcharakteristiken und welche Vorteile haben diese?
    KB026 Was sind Messcharakteristiken und welche Vorteile haben diese?
    KB026 Was sind Messcharakteristiken und welche Vorteile haben diese?

    Um Messgenauigkeit und Messrate mit den Anforderungen ihrer Applikation abzustimmen, stehen die in der Tabelle (Bild oben) die aufgeführten Messcharakteristiken zu Verfügung.

    Messcharakteristiken Normal, Fast und Precise (Bild in der Mitte):

    • Um eine hohe Messgenauigkeit zu erzielen, wird grundsätzlich mehr Zeit für eine Messung benötigt. Eine hohe Messgenauigkeit hat also eine geringere Messrate zur Folge und umgekehrt.
    • Diese drei Messcharakteristiken erlauben es, den für die jeweilige Anwendung optimalen Kompromiss zwischen Genauigkeit und Messrate zu realisieren.
    • In der Tabelle sind die unter optimalen Bedingungen möglichen Messraten wiedergegebenen. Bei dunkeln oder entfernten Messzielen erhöht der Sensor die Messzeit jedoch automatisch, um die geforderte Genauigkeit zu erreichen.

    Messcharakteristik Timed (Bild unten):

    • Für Anwendungen, welche ein konstantes Messintervall erfordern (z.B. bei Regelkreisen), steht die Messcharakteristik Timed zur Verfügung.
    • Bei nicht optimalen Bedingungen (dunkles oder entferntes Ziel) wird die Messzeit nicht automatisch erhöht. Stattdessen wird das Messresultat am Ende des Messintervalls mit reduzierter Genauigkeit ausgegeben.
    • Falls die Messung in der geforderten Zeit nicht durchgeführt werden kann, wird ein Fehler ausgegeben.

    Messcharakteristik Moving Target:

    • Dieses Messcharakteristik ist für kontinuierlich und schnelle bewegte Ziele optimiert.
    • Beim Moving Target ist die Qualität des Messsignals von entscheidender Bedeutung. Es sollte daher möglichst die orange Dimetix Reflexionsfolie verwendet werden.
    • Moving Target funktioniert optimal bei stetigen Positionsänderungen. Sprunghafte Positionsänderungen werden zwar korrekt erfasst, haben aber eine vorübergehende Reduzierung der Ausgabegenauigkeit zur Folge.

    Weitere Information zu den Messcharakteristiken finden sie im Technical Reference Manual im Download Bereich.

    KB025 Welche Messarten sind verfügbar?

    KB025 Welche Messarten sind verfügbar?

    Die Dimetix Sensoren unterstützen verschiedene Messarten. Je nach Anwendung kann zwischen folgenden Messarten ausgewählt werden:

    • Einzel Distanzmessung
    • Tracking Distanzmessung
    • Tracking Distanzmessung mit Wertespeicherung

    Einzel Distanzmessung: (siehe oberes Bild)
    Mit dem Befehl sNg (N steht für die ID des Sensors, z.B ID 0 => s0g) wird eine einzelne Distanzmessung ausgelöst. Das Messresultat wird danach sofort an alle Schnittstellen ausgegeben. Dieser Vorgang kann beliebig wiederholt werden, sobald die Sensorantwort empfangen wurde. Die Messart Einzel Distanzmessung wird oft im Monitoring Bereich eingesetzt.

    Tracking Distanzmessung: (siehe mittleres Bild)
    Mit dem Befehl sNh kann eine kontinuierliche Messung ausgelöst werden. Je nach Anwendung kann es sinnvoll sein, dass der Sensor in einem regelmässigen Zeitabstand misst. Die gewünschte Abtastzeit kann mit dem Befehl sNh+x (x in ms, max 24h => 86’400’000 ms) mitgegeben werden. Diese Messart wird in diversen Bereichen eingesetzt (Holz-, Stahl-Industrie, Monitoring, Logistik etc.).

    Tracking Distanzmessung mit Wertespeicherung: (siehe unteres Bild)
    Wenn mehrere Sensoren an einer seriellen Schnittstelle (z.B. RS-485) angeschlossen werden, soll die Datenleitung nicht ständig belegt sein. Mit der Messart Tracking mit Wertespeicherung sNf (sNf+x, x in ms) kann der Sensor unabhängig von anderen Sensoren messen. Das Messresultat wird im Sensor zwischengespeichert und erst mit dem Auslese-Befehl sNq vom Sensor ausgeben. Dadurch wird die Datenleitung nur kurzzeitig belegt. Diese Messart wird vorallem im Monitoring Bereich mit mehreren Sensoren verwendet.

    Weitere Details im Technical Reference Manual (siehe Downloads).

  • KB028 Wie kann die Sensor Firmware aktualisiert werden?

    KB028 Wie kann die Sensor Firmware aktualisiert werden?

    Die Dimetix Laser Distanzsensoren können über die USB oder auch RS-232 Schnittstelle aktualisiert werden. Die Update-Anleitung kann unter nachfolgendem Link bezogen werden: Firmware Update.

    Die nötigen Firmware Download Dateien müssen über Dimetix angefragt werden. Damit ist sichergestellt, dass keine Aufwände durch unnötiges Updaten entstehen.

    KB030 Wie muss der Sensor gereinigt werden?

    Die Laser Distanz Sensoren sind nahezu wartungsfrei. Folgende Checkliste hinsichlich der Wartung sollte jedoch zyklisch überprüft und wenn nötig entsprechend gehandelt werden:

    1. Sensoroptik auf Verschmutzung prüfen → Laseraustrittsglas und Empfangslinsewenn nötig vorsichtig reinigen (nur mit für die Reinigung von Optikinstrumente geeigneten Hilfsmittel
    2. Druckausgleichsfilter überprüfen → Filter muss frei sein (kein Wasser, Dreck, etc. auf Filter)
    3. Genereller Sensorzustand prüfen → Sensor darf keine Beschädigung aufweisen, muss korrekt verschlossen sein und sollte grundsätzlich sauber sein

    Hinweis: Eine stark verschmutzte Sensoroptik kann die Messperformance (Genauigkeit, Geschwindigkeit) negativ beeinflussen oder zu Messfehlern führen.

  • KB032 Wie können mit der Laser Sensor Utility Konfigurationsdateien gespeichert und geladen werden?

    KB032 Wie können mit der Laser Sensor Utility Konfigurationsdateien gespeichert und geladen werden?
    KB032 Wie können mit der Laser Sensor Utility Konfigurationsdateien gespeichert und geladen werden?
    KB032 Wie können mit der Laser Sensor Utility Konfigurationsdateien gespeichert und geladen werden?

    Mit der Laser Sensor Utility Software von Dimetix können Konfigurationen von verschiedenen Geräten geladen, gespeichert und übertragen werden. Hierbei ist es wichtig, dass jeweils die aktuellste Softwareversion benutzt wird. Die Software kann gratis auf der Dimetix Webseite heruntergeladen werden.

    Falls eine Konfiguration eines älteren/anderen Sensors auf einen neuen Sensors übertragen werden soll, müssen folgende Schritte ausgeführt werden.

    1. Der alte/andere Sensor mit der Laser Sensor Utility verbinden
    2. Über das Menü File -> Read configuration from device kann die aktuelle Konfiguration des Sensors ausgelesen werden (siehe oberes Bild)
    3. Die aktuelle Konfiguration auf dem Computer speichern: Über das Menü File -> Save configuration as…(siehe mittleres Bild)
    4. Nun wird der neue Sensor mit der Laser Sensor Utility verbunden
    5. Die Konfiguration kann direkt auf den Sensor gespielt werden:Über das Menü File -> Download configuration to device (siehe unteres Bild)
    6. Der neue Sensor ist nun einsatzbereit. Es kann sein, dass sich einzelne Messbefehle im Vergleich zu älteren Serien leicht verändert haben (weitere Informationen sind in den Handbüchern zu finden)
  • KB050 Ausrichthilfe

    Dieser Film zeigt die Verwendung der integrierten Ausrichthilfe eines D-Serie Sensors.

    Diesen Film gibt es auch auf YouTube: Dimetix Sensor adjustment

    KB051 Richtige Montage der austauschbaren Abdeckung

    Dieser Film zeigt wie die austauschbare Abdeckung des D-Serie Sensors richtig zu montieren ist.

    KB052 Wie setzt man den Sensor auf Werkseinstellungen zurück

    Der Film zeigt wie man einen D-Serie Sensor auf Werkseinstellungen zurücksetzt.

    Diesen Film gibt es auch auf YouTube: Dimetix Sensor reset

    KB053 Anschliessen der Schnittstelle für Industrial Ethernet

    Dieser Film zeigt den Anschluss der Sensorerweiterung für das Industrielle Ethernet für den D-Serie Sensor.

    Diesen Film gibt es auch auf YouTube: Dimetix Sensor industrial ethernet connection

    KB054 Sensor Konfiguration

    Dieser Film zeigt die erste Verbindung und Konfiguration eines D-Serie Sensors.

    Diesen Film gibt es auch auf YouTube: Dimetix Sensor configuration
  • KB002 Wodurch wird die Messrate beeinflusst?

    Die Messrate der Sensoren wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. In erster Linie hat die Signalstärke des reflektierten Lasers einen entscheidenden Einfluss auf die Messrate. Auf helle Messoberflächen (z.B. weiss) mit entsprechend gutem Reflexionsgrad benötigt eine Messung weniger Zeit als auf eine dunkle Oberfläche (z.B. schwarz) mit tiefem Reflexionsgrad.

    Nachfolgend weitere Faktoren die die Messrate / Messgeschwindigkeit positiv beeinflussen können:

    • Beschaffenheit der Messoberfläche (z.B. matt, fein strukturiert, eben)
    • Kein / wenig Hintergrundlicht / Fremdlicht (z.B. Sonne, Scheinwerfer)
    • Reduzierung der Messdistanz
    • Sensor-Konfiguration

    KB005 Kann auf bewegte Objekte gemessen werden?

    Die Dimetix Sensoren können auf bewegte Objekte messen. Die maximale Objekt-Geschwindigkeit ohne Messfehler ist dabei von nachfolgenden Faktoren abhängig:

    • Messbedingungen (Lichtverhältnisse, Umgebungslicht)
    • Objekt- / Messoberflächen-Beschaffenheit
    • Sensor-Spezifikation Messgeschwindigkeit / Messrate (siehe Produkte)

    Grundsätzlich kann bei höheren Messraten auch bei höheren Objekt-Geschwindigkeiten gemessen warden. Zu beachten ist an dieser Stelle, dass über die Messzeit einer einzelnen Messung jeweils ein Mittelwert der Objektdistanz gebildet wird.

    KB006 Wie ist die Messgenauigkeit definiert?

    KB006 Wie ist die Messgenauigkeit definiert?

    Die Messgenauigkeit der Dimetix Sensoren wird mit einer statistischen Sicherheit von 95.4% spezifiziert (korrespondiert zu ISO 1938-2015). Das ist gleichbedeutend mit ±2σ oder ±2 mal die Standardabweichung σ (siehe Abbildung).

    Folgende Distanzfehler sind in dieser Messgenauigkeit ebenfalls berücksichtigt:

    • Distanzfehler durch Temperatureinfüsse (Sensor-Temperatur)
    • Linearitätsfehler

    Zu beachten ist, dass die Sensoren keine Kompensation der Luftfeuchtigkeit, des Luftdrucks und der Lufttemperatur integriert haben. Falls diese Umgebungsbedingungen stark von 60% relativer Feuchtigkeit, 953mbar Luftdruck und 20°C Lufttemperatur abweichen, kann bei weiten Distanzmessungen (>150m) die Genauigkeit beeinflusst warden. Der Einfluss dieser Umgebungsbedingungen ist in H. Kahmen: “Angewandte Geodäsie Vermessungskunde”, 20. Auflage (2005) beschrieben.

    KB008 Wie ist die Wiederholgenauigkeit / Reproduzierbarkeit definiert?

    KB008 Wie ist die Wiederholgenauigkeit / Reproduzierbarkeit definiert?

    Die Wiederholgenauigkeit wird erreicht, wenn mehrmals die gleiche Distanz unter gleichen Messbedingungen während eines kurzen Zeitintervalls angefahren wird.
    Als stabile Messbedingungen gelten zum Beispiel:

    • Gleiche Distanz
    • Identisches Messziel
    • Gleiche Temperaturbedingungen

    KB009 Was ist der Unterschied zwischen Messgenauigkeit und Wiederholgenauigkeit?

    Die absolute Messgenauigkeit wird mit ±2σ angegeben (siehe Messgenauigkeit). Diese Genauigkeit umfasst auch Distanzfehler aufgrund von Temperaturänderungen oder Linearitätsfehler.
    Im Gegensatz dazu, gilt die Wiederholgenauigkeit gilt nur für stabile Messbedingungen, wie gleiche Distanz, identisches Messziel, usw. (siehe Wiederholgenauigkeit).

    KB021 Wie können die besten Messergebnisse erreicht werden?

    Die besten Messergebnisse können unter Berücksichtigung der nachfolgenden Kriterien erreicht werden:

    • Passender Sensor gemäss Anwendungs-Anforderungen auswählen: Genauigkeit, Messdistanz, Messgeschwindigkeit, Temperaturbereich
    • Optimale Messoberfläche: Eben, fein, hell, matt (siehe Optimale Messoberfläche)
    • Gute Messbedingungen schaffen: Umgebungslicht reduzieren (z.B. Abschrimung, Schatten, Dunkelheit, etc.), stabile Temperaturen, klare und saubere Luft (kein Staub, Nebel, Regen, Schnee, etc.),
    • Geeignete Sensor-Konfiguration wählen: Verschiedene Messcharakteristiken, längere Messzeiten, Filter (z.B. Gleitende Mittelwertbildung, Fehlerunterdrückung), etc.

     

    Zusätzliche Informationen sind im Technical Reference Manual der Laser Distanzsensoren oder in weiteren ausgewählten FAQ-Themen zu finden.

    KB024 Kann auf heisse / glühende Oberflächen gemessen werden?

    KB024 Kann auf heisse / glühende Oberflächen gemessen werden?

    Grundsätzlich ist eine Messung auf heisse oder glühende Oberflächen möglich. Mittels der Dimetix Sensoren wurde dies schon in zahlreichen Projekten umgesetzt. (siehe Applikationsbeispiel Stahl). Je nach Anwendung sind aber zusätzliche Massnahmen erforderlich.

    Wichtig ist, dass der Sensor gegen Übertemperatur geschützt wird. Der Sensor sollte daher in ausreichender Distanz und/oder in einem gekühlten Gehäuse montiert werden.

    Heisse Oberflächen emittieren Licht über den gesamten Spektralbereich, und somit auch im roten Wellenlängenbereich des Lasers (typ. 650nm). Je höher die Temperatur desto höher ist auch dieser Störeinfluss (siehe Bild links).

    In die Laser Sensoren ist bereits ein Filterglas integriert, welches lediglich Licht im Wellenlängenbereich des Lasers passieren lässt. Um den Störeinfluss heisser Oberflächen weiter zu reduzieren, kann ein zusätzliches Bandpass-Filterglas vor der Sensoroptik montiert werden. Für die korrekte Ausrichtung und Auswahl dieses Filterglases sind die Hinweise Messen durch Glas und Minimierung optische Störquellen zu beachten.

  • KB007 Wie können die Sensoren mit SPS-Systemen verbunden werden?

    Die Sensoren bieten unterschiedliche Verbindungs-Möglichkeiten mit den SPS-Systemen, die auf dem Markt verfügbar sind.

    Einige dieser Möglichkeiten sind nachfolgend aufgelistet:

    • RS-422 Schnittstelle: Sensor-Befehle (ASCII-basiert) werden über RS-422 Schnittstelle zwischen SPS und Sensor ausgetauscht (siehe AN2010, Beispiel mit RS-422 Schnittstelle und Siemens S7).
    • Externe PROFIBUS Schnittstelle: DIMS Protokollwandler (Dimetix Art.Nr. 500214) für die Sensor-Anbindung an eine bestehende PROFIBUS Schnittstelle (siehe AN2005, Beispiel mit DIMS PROFIBUS und Siemens S7).
    • Industrial Ethernet Schnittstellen: Neuere Sensortypen verfügen über optional integrierte PROFINET, EtherNet/IP oder EtherCAT Schnittstellen (siehe Dimetix Website für Details).

    Weitere standardmässig integrierte Sensor-Schnittstellen können natürlich ebenfalls für eine Verbindung zu einem SPS-System verwendet werden. Mehr Informationen zu den verfügbaren Schnittstellen der Dimetix Sensoren sind auf der Dimetix Website zu finden.

    KB012 Wie lange kann das RS-232 Datenkabel sein?

    Die RS-232 Schnittstelle ist nicht für lange Datenkabel konzipiert (keine differentiellen Signale). Die Kabellänge ist in erster Linie von der Datenrate abhängig. Nachfolgend sind einige Richtwerte aufgeführt:

    • 9’600 Baud  → bis 52m
    • 19’200 Baud → bis 15m
    • 115’200 Baud → bis 2m

    Die maximale Kabellänge wird auch durch weitere Faktoren positiv / negativ beeinflusst:

    • Qualität des Kabels (Schirmung, Leiterwiderstand, etc.)
    • Umgebungsbedingungen (Störquellen wie Motoren, etc.)

    KB013 Wie lange kann das RS-422 / RS-485 or SSI Datenkabel sein?

    Bei RS-422 / RS-485 und SSI handelt es sich um differentielle serielle Datenschnittstellen konzipiert für lange Datenkabel. Die Kabellänge ist von der Kabelqualität und Datenrate abhängig.
    Nachfolgend einige Richtwerte für RS-422 / RS-485:

    • 19’200 Baud → bis 1000m
    • 115’200 Baud → bis 500m

    Nachfolgend einige Richtwerte für SSI:

    • ≤100kBit/s → bis 1000m
    • ≤500kBit/s → bis 200m
    • ≤1000kBit/s → bis 100m

    Kabeltyp und Terminierung:

    • Geschirmtes Twisted-Pair Kabel verwenden
    • Terminierung gemäss Wellenwiderstand des Kabels (typ. 100…150 Ω)

    Die Kabellänge wird auch durch weitere Faktoren positiv / negativ beeinflusst:

    • Qualität des Kabels (Schirmung, Leiterquerschnitt, Leiterwiderstand, etc.)
    • Umgebungsbedingungen (Störquellen wie Motoren, etc.)

    Weitere Details im Technical Reference Manual. (siehe Downloads)

    KB014 Was muss bei den Anschlusskabeln beachtet werden?

    Bei der Auswahl des Sensor-Anschlusskabels sind folgende Punkte zu beachten:

    • Leitungsquerschnitt gemäss max. Sensorstrom auslegen
    • Leitungswiderstand bei langen Kabeln berücksichtigen (Achtung Spannungsabfall durch Kabel)
    • Kabelanforderungen gemäss Spezifikationen umsetzen z.B. Geschirmtes Twisted-Pair Kabel für RS-422 / RS-422 oder SSI-Schnittstellen. Spezifikationen gemäss Technical Reference Manual.(siehe Downloads)

    KB015 Wann wird eine Terminierung bei RS-422 / RS-485 oder SSI Schnittstellen empfohlen?

    Eine saubere Terminierung der Datenleitungen wird in jedem Fall empfohlen. Für sehr kurze Datenleitungen und Datenraten bis ca. 200kBit/s ist eine Terminierung jedoch nicht zwingend notwenig. Es sind die Spezifikationen des Technical Reference Manual zu beachten. (siehe Downloads.)

    KB019 Wo sind FAQ’s für Industrial Ethernet Schnittstelle zu finden?

    Die FAQ’s für die Industrial Ethernet Schnittstellen werden jeweils im dazugehörigen Technical Reference Manual ergänzt (siehe Downloads).

    KB027 Wie können mehrere Sensoren auf einer Leitung verbunden werden?

    KB027 Wie können mehrere Sensoren auf einer Leitung verbunden werden?

    Über die Schnittstellen RS-422 und RS-485 können bis zu 100 Sensoren an eine Leitung angeschlossen werden. Dabei muss für jeden Sensor eine andere ID konfiguriert werden, damit jeder Sensor von der Steuerung angesprochen werden kann.
    Für das Kabel muss zwingend ein Twisted-Pair Kabel verwendet werden, welches mit einem Abschlusswiderstend von 100-150 Ohm abgeschlossen ist.
    Bei gewissen Anwendungen ist es nötig, dass die Sensoren dauerhaft messen. Damit die Leitung nicht blockiert ist, muss hierfür das Tracking with Buffering (sNf) im Sensor aktiviert werden. Die Steuerung kann dann das Resultat von jedem Sensor mit dem Befehl sNq auslesen (N steht für die ID des Sensors). Somit ist die Leitung nur kurz blockiert.

    Weitere Details im Technical Reference Manual unter RS-422/485 interface (siehe Downloads).

  • KB001 Ist das Laserlicht augensicher?

    Die Dimetix Sensoren gehören zur Laserklasse 2. Sensoren dieser Laserklasse besitzen einen sichtbaren Laser mit einer Laserleistung kleiner als 1mW (<1mW).

    Es gilt zu beachten, dass im Normalfall, wenn helles Laserlicht in die Augen trifft, die Augen reflexartig geschlossen werden. Dieser Reflex schützt im Allgemeinen vor einer Beschädigung der Augen durch Produkte der Laserklasse 2.

    Wenn man für eine lange Zeitperiode direkt in den Laserstrahl schaut, ist eine Schädigung des Auges jedoch möglich. Niemals mit einem Fernrohr in den Laserstrahl schauen.

    KB003 Auf welche Oberflächen kann gemessen werden?

    Es kann auf alle opaken Materialien gemessen werden, wenn diese keine spiegelnde Oberfläche besitzen. Transparente Oberflächen können nicht zuverlässig gemessen warden.

    KB004 Wird die Messung durch Staub beeinflusst?

    Der Einfluss von Staub auf die Distanzmessung ist von der Staubdichte respektive der Staubmenge abhängig. Falls ein grosser Teil des Laserlichts von Staubpartikel reflektiert wird, kann dies zu Messfehlern führen. Solch eine problematische Messumgebung mit viel Staub findet man beispielsweise nur in einem Zement-Silo vor.

    KB010 Welche optischen Störquellen können die Sensoren beeinflussen?

    Die Sensoren arbeiten im Wellenlängen-Bereich von 620…690nm (entspricht rotem Licht im sichtbaren elektromagnetischen Spektrum). Das heisst, alle optischen Lichtquellen im gleichen Farbbereich können als potentielle Störquellen wirken.

    Mögliche Störquellen, die es zu beseitigen / minimieren gibt:

    • Andere optische Sensoren im gleichen Wellenlängen-Bereich
    • Drehlichter / Blinklichter / Blitzlichter
    • Sonnenlicht

    Mögliche Ansätze zur Störquellen-Minimierung:

    • Sensor räumlich von anderen Sensoren im gleichen Spektrum trennen
    • Sensoren mit Gehäuse / Blenden abschirmen

    KB011 Kann durch Glas gemessen werden?

    KB011 Kann durch Glas gemessen werden?

    Das Messen durch Glas wir aufgrund von Signalverlusten und unerwünschten Reflexionen, welche die Messgenauigkeit negativ beeinflussen können, nicht empfohlen.

    Falls dennoch aufgrund einer spezifischen Anwendung nicht auf ein Glas verzichtet werden kann, sind folgende Punkte zu beachten:

    • Verwenden von entspiegeltem Glas (Reduziert Signalverluste und Reflexionen)
    • Glas mit einem min. Verkippungswinkel von 5° (zur Sensor-Front) einbauen
    • Glas jederzeitig verschmutzungsfrei halten

    KB016 Was ist eine optimale Messoberfläche?

    Eine optimale Messoberfläche weist folgende Eigenschaften auf:

    • Eben, fein und nicht porös
    • Diffus reflektierend (nicht glänzend / spiegelnd)
    • Hell und stabil / vibrationsarm
    • Grösser als der Laserspot

    Das Thema kann in zwei Anwendungsfälle gegliedert werden:

    1. Natürliche Messoberflächen: Keine / Geringe Einflussnahme auf Messoberfläche.
    2. Wählbare Messoberfläche:
      • Kurze Reichweiten → Weiss-matte Oberfläche (z.B. weiss-matt gespritzte Tafel, als günstige Lösung), oder Dimetix orange Zieltafel für mehr Performance (siehe Zubehör)
      • Weite Reichweiten → Dimetix orange Zieltafel (siehe Zubehör)

    Der mögliche Messbereich der Sensoren ist gemäss Spezifikationen zu prüfen (siehe Produkte).

    KB017 Was ist bei glänzenden Messoberflächen zu beachten?

    Das Messen auf stark glänzende Messoberflächen ist zu vermeiden. Starke Signalschwankungen und unerwünschte Reflexionen können die Messgenauigkeit negativ beeinflussen, Messfehler verursachen oder unter Umständen den Sensor beschädigen.

    Falls glänzende Messoberflächen nicht zu vermeiden sind, sollten folgende Empfehlungen berücksichtigt werden:

    • Nicht senkrecht auf die stark glänzende Messoberfläche messen
    • Optisches Filter / Dämpfung (vor Sensoroptik) zur Signalabschwächung verwenden

    KB018 Wie können optische Störquellen minimiert werden?

    Die Dimetix Sensoren haben ein integriertes Filterglas um den Einfluss von möglichen optischen Störquellen klein zu halten. Dieses sogenannte Bandpassfilter hat die Aufgabe, lediglich das Signal im Wellenlängenbereich des Lasers (typisch 650nm) passieren zu lassen.

    Trotzdem kann, vor allem für Anwendungen mit sehr starken optischen Störquellen, ein zusätzliches Filter oder eine Abschirmung die Messperformance signifikant verbessern.

    Folgende Massnahmen können helfen:

    • Zusätzliches Bandpassfilter vor die Sensoroptik montieren.
      Hinweis: Filter nicht senkrecht zu Laserstrahl montieren, siehe Messen durch Glas.
      Filtereigenschaften: Bandpassfilter mit CWL: 650nm und FWHM: ~30…40nm (±15…20nm)
    • Mittels Abschirmung die Sensoroptik vor optischen Störquellen schützen. Beispiel: Abschirmblech, Rohr vor die Sensoroptik.
      Achtung: Der Laseraustritt sowie die Empfangslinse des Sensors müssen frei sein respektive dürfen nicht abgedeckt werden.

    KB020 Wie muss die orange Reflexions-Zieltafel montiert werden?

    KB020 Wie muss die orange Reflexions-Zieltafel montiert werden?

    Bei der Montage der orangen Reflexions-Zieltafel oder Reflexions-Folie müssen die nachfolgenden Punkte, für einen problemlosen Betrieb, beachtet werden:

    • Nur Reflexions-Zieltafel von Dimetix verwenden (siehe Zubehör)
    • Reflexions-Zieltafel mit einem Winkel von 1-2° montieren (siehe Abbildung)
    • Reflexions-Zieltafel nicht zerkratzen
    • Streulicht darf nicht in Sensor-Optik reflektiert werden
    • Gesamter Laserspot muss auf Reflexions-Zieltafel passen (Spotgrösse abhängig Messdistanz)
    • Bei Zielen mit grossem horizontalem / vertikalem Versatz bzw. Ausrichttoleranz ( z.B. Krananlagen), ausreichend grosse Reflexionsfolie verwenden.

    KB022 Wie gross ist der Laserspot?

    KB022 Wie gross ist der Laserspot?

    Der Laser befindet sich mit 650 nm im Bereich des roten Spektrums. Der Laserspot wird typischerweise grösser in Abhängigkeit der Vergrösserung der Messdistanz. Der Laserspot hat die Form einer Ellipse.

    Weitere Details im Technical Reference Manual unter Spezifikationen (siehe Downloads).

    KB023 Wie ist der Remissionsgrad definiert?

    KB023 Wie ist der Remissionsgrad definiert?

    Der Remissionsgrad ist definiert durch das Verhältnis der remittierten Leuchtdichte einer Oberfläche in Messrichtung zur Leuchtidchte einer Oberfläche in Referenzweiss. Als Referenzweiss wird eine ideal weisse und matte Oberfläche benutzt.

    Auf dem Bild sind einige Referenzwerte mit verschiedenen Mess-Charakteristiken gegenüber der Distanz abgebildet. Aus diesen Werten kann dann das passende Ziel für die gewünschte Messdistanz bestimmt werden.

    KB033 Wie kann der Laserpunkt am besten ausgerichtet werden?

    Ablauf Laserpunkt Ausrichtung (Vorallem für Positionieranwendungen):

    1. Ausrichtung im Nahbereich (ca. 5cm): Sensor auf Mittte des Messziels ausrichten (horizontal & vertikal). Achtung: Position des Sensors/Messziels nur in diesem Schritt anpassen. In den folgenden Schritten nur noch Feinjustierung des Sensors.
    2. Ausrichtung erste Distanz (ca. 10m): Laserpunkt auf Mitte des Messziels nachjustieren. Mittels Ausrichtvorrichtung am Sensor oder Sensorbefestigung.
    3. Ausrichtung weitere grössere Distanzen (ca. 20 / 50 / 100m): Laserpunkt auf Mitte des Messziels nachjustieren. Mittels Ausrichtvorrichtung am Sensor oder Sensorbefestigung.
      Hinweis: Typischerweise ist Ausrichtung ab ca. 50m bereits relativ gut.
    4. Kontrolle der Ausrichtung: Überprüfen ob der Laserpunkt für den gesamten Messbereich auf dem Messziel. Falls nicht, mit Schritt 2 neu beginnen.

    Hinweis: Filmsequenz zu Ausrichtmöglichkeiten mit Dimetix Sensor, siehe Dimetix Youtube Channel.